Jahresbericht 2019 der Präsidentin

Gesamtschweizerische Anlässe:

21. März Tag der Hauswirtschaft

Welches Obst und Gemüse hat im März Saison? Wann gibt es Tomaten aus der Schweiz? Welches sind Wintergemüse? Diesen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler an der Oberstufe Appenzell nach. Durchgeführt wurde das Projekt «regional und saisonal» von den Bäuerinnen Appenzell, Claudia Speck und Irene Neff und der Oberstufenschule Appenzell im Fach Wirtschaft/Arbeit/Haushalt (WAH). Für die Lehrerinnen Rita Neff und Barbara Manser ist es wichtig, die Freude an einer saisonalen Küche zu vermitteln. Regional und saisonal produzierte Lebensmittel unterliegen den Jahreszeiten, Eintönigkeit auf dem Teller kann vermieden werden und dafür Vorfreude aufkommen lassen.
An diesem Donnerstagvormittag wurde natürlich auch gekocht. Auf dem Menuplan standen: eine Haferflockensuppe, ein kleiner Salatteller, als Hauptgang ein Appenzeller Kartoffelauflauf und zum Dessert eine Süssmostcrème. In Zweiergruppen bereiteten die Schüler das Essen zu. «Ich arbeite gerne mit Lebensmittel», erklärte ein Schüler, während dem er Rüebli fein würfelte. «Koch ist mein Traumberuf». Der Tisch wurde gedeckt und die Gäste zu Tisch gebeten. Als Gäste waren an diesem 21. März, am Tag der Hauswirtschaft, Erziehungsdirektor und Landammann Roland Inauen und Thomas Mainberger, Schulleiter an der Oberstufe eingeladen. Dieser Tag wurde vom SBLV lanciert und unterstützt. Es war uns ein Anliegen, den jungen Leuten die Wichtigkeit eines Teils, der Hauswirtschaft vermitteln zu können.

Delegiertenversammlung des SBLV 2019

Eine Delegation aus Appenzell mit Marlen Dobler, Lydia Signer, Claudia Speck und der Schreibenden reiste am 25. April 2019 mit der Bahn nach Bern an die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Bäuerinnen und Landfrauen Verband (SBLV). Auch Rösi Räss als zurückgetretene Vertreterin unseres Verbandes durfte ein letztes Mal mit nach Bern reisen, wo sie zusammen mit fünf anderen Präsidentinnen geehrt wurde.
Die Delegierten und Gäste verabschiedeten in einer emotionalen Versammlung ihre langjährige und verdiente Präsidentin Christine Bühler. Sie legte den Stab und die Geschicke des SBLV in die Hände ihrer Nachfolgerin, Anne Challandes. Die Delegierten haben Anne Challandes mit grossem Applaus als neue Präsidentin gewählt. Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurden Silvia Amaudruz und Flavia Ursprung. Aktuell bleibt ein Sitz der lateinischen Schweiz vakant.

Anfang Nov. Tag der Pausenmilch

Wie jedes Jahr findet Anfang November der «Tag der Pausenmilch» statt. Auch dieses Jahr wurde durch Bäuerinnen den Schülern von Oberegg, Brülisau, Schwende, Gonten und Meistersrüte Milch ausgeschenkt. Mit einem kleinen Aufwand können Gross und Klein einen Schluck Appenzeller Milch geniessen.

Regionale und Kantonale Anlässe:

Winterhöck für Bäuerinnen und Bauern:

Anfang Februar fand der Winterhöck, organisiert durch die Landwirtschaftliche Beratungsstelle AR, Jeannette Stadelmann, statt. Dieses Jahr kam eine Vertreterin der KESB und erläuterte uns ihre Aufgabe. Das Interesse war für einmal etwas grösser.

OLMA:

Am Tag der Bäuerin an der OLMA sah man verschiedene interessierte Bäuerinnen, die am Vormittag gespannt dem Podium zum Thema «Bis hierhin. Und dann weiter», das aus fünf grundverschiedenen Personen bestand, lauschten. Nach dem Mittag wurde der freie OLMA-Tag genossen. Am zweiten OLMA-Wochenende waren wiederum neun Bäuerinnen während dreier Tage in der Halle 6, dem Zelt für Erlebnis und Nahrung, am Backen und Kochen. Dieses Jahr stand das Thema Huhn und Ei im Mittelpunkt.

Kirchliche Anlässe:

Die Gebetsnacht sowie der Pfingstmontag-Brunch mit anschliessender Andacht sind bei manchen Bäuerinnen ein fester Bestandteil im Kalender. Am Hohen Donnerstag treffen sich Frauen und auch Männer der FMG Appenzell und des Bäuerinnenverbandes in der Stephanskappelle zur Gebetsnacht. Die Gebetsstunde wird jeweils von drei Frauen, unteranderem auch unsere Präses Luzia Fuster, gestaltet.

Der Pfingstmontag-Brunch fand in Gonten statt und wurde von unserem Vorstandsmitglied Lydia Signer organisiert. Nach einem reichhaltigen Brunch im Gasthaus Krone kam der besinnliche Teil. Wir feierten im Kloster Leiden Christi die durch unseren Präses schön gestaltete Andacht!

Gada-Floristik-Kurs:

Mitte März stand der Gada-Floristik-Kurs bei unserem Mitglied Sonja Fuchs auf dem Programm. Die Anmeldungen gingen spärlich ein. Nichts desto trotz führte Sonja diesen Kurs mit fünf Frauen durch. Herzlichen Dank Sonja für dein Entgegenkommen.

Faszination Tomaten:

Ende August fuhren wir mit zwei Autos nach Neukirch zur Gärtnerei Gschwend. Viktor Gschwend erzählte von seinem Hobby, der Tomate. In seiner Sammlung gibt es über 600 Sorten Tomatensamen, von denen er jedes Jahr rund 100 Sorten aussät und zum Verkauf anbietet. Die Tomaten unterscheiden sich in der Form, Farbe und vor allem im Geschmack. Wir konnten querbeet alles probieren und auch so viel, wie wir mochten. Auf jede Frage gab es eine Antwort. Es war faszinierend und für Tomatenliebhaber nur zu empfehlen.

Die gemütlichen Anlässe:

Preisjassen:

Unser Jahresprogramm startet immer mit dem legendären Preisjassen im Restaurant Rose im Rinkenbach. Dieser gesellige Nachmittag ist nicht wegzudenken, den geniessen viele Bäuerinnen von jung bis alt.

Skitag:

Im Februar begaben sich zwei Autos voller skibegeisterten Bäuerinnen nach Wildhaus. Im nahen Toggenburg genossen sie einen herrlichen Tag auf der Piste.

Vollmondwanderungen:

Im Juli führte uns die Wanderung vom Forstamt Gais via Klinik hinauf zum Gäbrisseeli und weiter in die Wirtschaft Unterer Gäbris. Die Bäuerinnen aus Oberegg nahmen ihrerseits den Weg von der Landmark aus via Holderstock, Schwäbrig unter die Füsse. Zusammen verbrachten wird einen gemütlichen Abend.

Im August fuhren sieben Frauen aus dem Inneren Land nach Oberegg, von wo sie zusammen mit den Obereggerinnen eine interessante Wanderung unternahmen. Die Wanderung führte uns über den Chindlistein durch Wald und Wiese in die Bäsäbeiz Grauenstein, wo wir uns stärkten.  Unsere Vorstandfrau Monika Brander trug uns während der Wanderung die dazugehörende Sage vor. Zur späten Stunde, im Licht des Vollmonds, nahmen wir den Heimweg, bis zum Torfnest, unter die Füsse. Dank einer guten Organisation, wurden wir von dort, mit dem Auto auf den Kirchplatz zurückgefahren. 

Spielabend:

Am ersten Dienstag im November stand ein Spielabend in der Ludothek Appenzell auf dem Programm. Nur wenige Bäuerinnen nahmen sich die Zeit fürs Spielen und liessen so den Alltag für eine kurze Zeit hinter sich. Weit weg von jeglichem Stress, mit dem Ziel zu gewinnen, wurde gespielt, gelacht und einfach genossen. Mit diesem Anlass wurde unser Jahresprogramm abgeschlossen.

Annahme:

An der Annahme im August starteten wir mit einem kleinen Projekt: Dem Kaffee- und Getränkeverkauf. Gleich von Beginn an war unser Verkaufsstand beliebt. An warmen Tagen ein Mineral oder in der kalten Jahreszeit einen Kaffee, um die Hände zu wärmen, das ist schon etwas Herrliches. Claudia Speck und Irene Neff, je nachdem wer Zeit hat, ermöglichen so unseren Männern eine kleine Stärkung für zwischendurch. Das Ganze ist sehr gut angelaufen und wird von allen Seiten sehr geschätzt. Für uns als Verband kommen so ein paar Franken in die Kasse.

Viehschau:

Der Bäuerinnenverband wurde im Herbst 18 erstmals vom Landwirtschaftsamt, damals noch von Bruno Inauen, angefragt, ob wir den Streichelzoo und den Milchausschank an der Viehschau, was bis anhin von der Landjugend betreut wurde, übernehmen möchten. An der HV wurden die Mitglieder angefragt, wer Interesse zum Mithelfen hätte, solle sich doch beim Vorstand melden. Eine Bäuerin erklärte sich für den Milchausschank bereit. Weiter hatte sich niemand mehr gemeldet. Also machte sich der Vorstand Gedanken: Was wollen wir? Milchausschank ja, Streichelzoo nein. Mit den Tierschutzvorschriften, die wir schon auf unseren Betrieben haben, konnten wir den Streichelzoo nicht unterstützen. So kam der Gedanke einer kleinen Festwirtschaft auf. Abklärungen mit dem LWA folgten und unser Vorhaben wurde unterstützt. Mit Rösi Räss als Festwirtin nahmen wir dieses Projekt in Angriff. Da wir nicht wussten, was auf uns zukommen würde, war es schwierig, das ganze Vorhaben abzuschätzen. Ich behaupte, sagen zu dürfen, dass wir den ganzen Tag souverän gemeistert haben. Mit einem schönen Gewinn in unserer Kasse und dem guten Echo aus der Bevölkerung, wird die Festwirtschaft ab jetzt ein fester Bestandteil unseres Jahresprogrammes werden. Herzlichen Dank an alle Helferinnen: Mirjam Knechtle, Franziska Fässler, Cilia Fuchs, Silvia Steuble, Marlen Dobler, Aurelia Grubenmann und natürlich an Rösi Räss für die Organisation. Auch der Milchboy war ein gefragter Stand, herzlichen Dank auch an Sonja Knechtle für die Betreuung des Milchausschankes.

Politik:

Zusammen mit dem Bauernverband Appenzell AI wurde im Gasthaus Krone Gonten die Landsgemeindeversammlung durchgeführt. An diesem Abend stellten sich vier Kandidaten für das Landammannamt vor, wo anschliessend entschieden wurde, wen die Bauern und Bäuerinnen unterstützen werden. Landeshauptmann Stefan Müller stellte uns die wichtigsten Geschäfte der Landsgemeinde vor. Es wäre schön, wenn wieder mehr Bäuerinnen und Bauern der Einladung folgen würden, denn die Versammlung ist eine einfache Vorbereitung auf die Landsgemeinde hin, ohne dass man das ganze Mandat studieren muss und doch nicht immer alles versteht.

Anfang Jahr folgten wir zusammen mit dem Bauernverband AI und VertreterInnen im Grossrat, der Einladung vom Landwirtschaftsamt zu einem Diskussionsnachmittag über die Vernehmlassung AP22+. Landeshauptmann Stefan Müller führte durch die Vernehmlassung und erläuterte uns die Folgen, die durch diese Änderungen auf uns zukommen würden.

Auch durften wir zusammen mit dem BV, den Grossrätinnen und Grossräten neun Vernehmlassungen vom Kanton bearbeiten und eine Stellungnahme abgeben.

Mein erstes Jahr als Präsidentin:

An der Jahresversammlung vom 4. März 2019 in Oberegg wurde ich von euch Mitgliedern als neue Präsidentin gewählt. Herzlichen Dank für euer Vertrauen! Nun begann meine grosse Reise, auf der ich immer noch unterwegs bin! Ich wurde an verschiedene Versammlungen eingeladen, die ich, wenn möglich alle wahrnahm. Sitzungen vorbereiten und führen, das war auch etwas ganz Neues. Sowie das viele Lesen, was viel Zeit in Anspruch nimmt, damit man auch alles - mehr oder weniger - versteht und weitergeben kann. Nun nehme ich, wenn möglich, an allen Anlässen unseres Jahresprogrammes teil. Im Winter nehme ich mit dem BV an den Seminartagungen vom SBV und BV AR teil, wo wir über aktuelle Themen jeweils informiert werden und uns austauschen und auch einbringen können. Viermal im Jahr reise ich mit dem ÖV an die Präsidentinnen-Konferenz nach Bern, wo ich über die Tätigkeiten unseres Dachverbandes dem SBLV informiert werde und wenn nötig unsere Bedürfnisse und Anregungen einbringen kann. Diese Tage geniesse ich und nutze die Gelegenheit für den Austausch mit den Präsidentinnen der umliegenden Kantone. Das ist mir sehr wichtig und auch hilfreich. Das Amt ist zeitintensiv, spannend, lehrreich und macht trotzdem Freude. Herzlichen Dank an Euch alle, dass ihr mir diese Chance meiner Weiterbildung ermöglicht habt.

Meistersrüte, im Januar 2020

Die Präsidentin Mechtild Grubenmann

 

News

19.10.2020 21:00

07.11.20 Bäuerinnentagung mit Andacht Hotel Hecht Appenzell

Wird bis auf weiteres verschoben !

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Mechtild Grubenmann-Kern
Stäggelen 3
Meistersrüte
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